dicht bei seinem Versteck die Sänfte, in welcher die Tochter des Sultans, Namens B e l l a st r a, getragen ward zerbrach, so daß die Prinzessin herausfiel und vor Schreck in Ohnmacht sank. Die dienenden Frauen, liefen herbei und suchten zu helfen, allein da die Ohn­macht nicht sogleich vorüber gehen wollte, nahm man ihr den Schleier ab und bespritzte ihr das Gesicht mit wohlriechendem Wasser, was sie denn auch wieder zur Besinnung brachte. Lameth konnte dies Alles aufs Beste beobachten, und als er Bellastra's himmlische Schönheit erblickte, wurde er auf das Höchste überrascht^ so daß er gar nicht mehr auf sich acht hatte, sondern beständig nur ihre Schönheit betrachtete und bewunderte. Hätten ihre Begleiter nicht so viel zu thun gehabt, und wären sie durch den Unglücksfall nicht so sehr in Be­stürzung und Verwirrung versetzt gewesen, so wäre Lameth sicherlich entdeckt und auf der Stelle umgebracht worden^ so aber fügte es das Glück, daß der Zug endlich weiter ging, ohne das man ihn bemerkt hatte. Auch Lameth kam nun aus seinem Schlupfwinkel, von wo aus er Alles unbemerkt mit angesehen hatte, hervor und setzte seinen Spaziergang fort. Das Bild der schönen Prin­zessin begleitete ihn aber überall, und wie sehr er sich auch bemühte, sie zu vergessen, so mußte er doch immer an sie denken.

Ach," rief er,in welche unglückliche Lage hat mein Schicksal mich gebracht! Ach Bellastra! Ach Bellastra! du Leitstern meines Lebens, wo gehst du hin! Nun habe ich Dein holdes Bild geschaut und kann dich nimmer erlangen, habe keine Hoffnung, dich jemals wieder zu sehen!" Zu Hause angekommen,.