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„Freilich wohl!" meinte das junge Mädchen nachdenklich. Die Tante schwieg darauf ziemlich lange, weil sie ihr Zeit gönnen wollte sich zu sammeln und ihr dann ein offenes Bekenntniß zu machen. Aber Margareth faltete jetzt ihren Brief auseinander und sing von Neuem darin zu lesen an.
„Was machtest Du denn neulich zur Mittagszeit im Garten unter den Ahornbäumen?" fragte die Tante dann Plötzlich mit erhobener Stimme, ohne alle weitere Einleitung.
Margareth erglühete bis unter die Schläfe. „Tante," sagte sie dann mit bittend emporgehobenen Händen, „frage mich nur darum nicht, denn siehst Du, das, das kaun ich Dir wirklich nicht sagen."
„Auch nicht, wenn ich Dich herzlich darum bitte, und wenn ich Dir im Voraus verspreche, der Schuldigen zu vergeben?" — Und ^ dabei zog die Comnierzienräthin das Märchen noch fester an sich.
„Dir am wenigsten!" stieß Margareth in sichtlicher Angst und Verwirrung heraus und suchte sich sanft aus den umschlingenden Armen der Tante los zu machen.
„Und wenn ich bereits alles wüßte, möchtest Du nur nicht die Wahrheit eingestchen, Margareth?" fragte diese jetzt mit schärferem Ton.
DaS Mädchen schüttelte nur den Kopf; ihre Thränen flössen auf die Hände der Tante nieder. Da ließ diese sie los, und ging langsam aus dem Zimmer.
Es war nun ausgemacht, Margareth hatte das Material zu dem ■v Feuerwerk aus Unbedachtsamkeit, oder irgend einem unerklärlichen
Grunde verdorben, und schänite sich ihre Schuld einzngestehen. Die Präsidentin und ihre Tochter, selbst der Commerzienrath glaubte dies, nur gestanden sie es ihren Kindern nicht zu. Margareth aber ging seitdem wie unter einem Bann umher, Niemand sprach mehr so freundlich wie sonst zu ihr, und die Blicke der Tante, die ihr bis dahin so

