füttert, aber ich wollte sie nicht über Nacht behalten, weil Deine Kin­der vielleicht Milch brauchen könnten."

Wenn dies ein Scherz war, so hatten diejenigen, welche ihn er­funden hatten, das Herz nicht, darüber zu lachen. Allmählich kam eine Veränderung über diese bösen Nachbarn. Sie hörten auf, den Pfer­den der Frommen ihre Schwänze abzuschneiden und ihren Hühnern die Beine zu brechen.Wirf den Stein nicht, Bill," sagte ein Knabe zu einem andern.Als ich ihnen in der vorigen Woche ein Küchlein todtschlug, schickten sie es der Mutter, weil sie dachten, der armen Mary würde eine Hühnersuppe wohlthätig sein. *Jch dächte, Du schämtest Dich, ihre Küchlein mit Steinen zu werfen!"

So wurde das Böse durch das Gute besiegt, denn Niemand hatte zuletzt das Herz, diesen guten Nachbarn absichtlich etwas Böses zuzu­fügen.

Jahre vergingen, und ihr weltliches Besitzthum vermehrte sich vor allen ihren Nachbarn, während sie gleichwohl von den Letzteren geliebt wurden. Richter und Sachverwalter verdienten keinen Pfennig bei ihnen.

Nach Verlauf von zehn Jahren wurden die Regierungslände- reien, auf denen sie ihre Farms erbaut hatten, zum öffentlichen Ver­kauf angekündigt. Sie hatten freilich das Recht, es für sich selbst zu erstehen, aber seit sie sich angebaut hatten, war das Speculations- fieber so hoch gestiegen, daß diechristliche Kolonie" wenig Hoffnung hatte, ihre Ländereien behalten zu dürfen, denn aus allen Gegenden kamen Agenten, um darauf zu bieten. Schon machten sie sich gefaßt, abermals in die Wildniß hinauszuwandern und ihr beschwerliches Le­ben von neuem zu beginnen. Aber ani folgenden Morgen, als ihr Land zum Verkauf ausgebotcn wurde, gewahrten sie mit dankbarer Ueberraschung, daß ihre Nachbarn überall unter den Anwesenden um- hergingen und bittend vorstellten:Bietet nicht auf diese Ländereien.