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ben war immer gesagt worden, daß Schuldenmachen eben keine sehr ehrenhafte Sache und nur im dringendsten Nothfalle gestattet sei, aber freilich, so verhielt es sich bei ihm.

Also zwei Flaschen alten Rheinwein möchtest Du haben?" rief der dicke Weinhändler, sich die Hände lachend in die Seite stemniend. Wohl nicht möglich, mein Bürschchen? Und auf Dein ehrlich Ge­sicht hin? Die Zahlung auf den Nimmermehrstag! Der Gedanke i)t nicht so übel, schade nur, daß Dn ihn nicht durchführen kannst!"

Aber, lieber Herr Mcßner," sagte Julius, bis zu den Schläfen hinauf erröthend,ich will den Wein ja nicht trinken; die arme kleine Waldine soll Bäder davon bekommen, sie stirbt uns sonst an Schwäche, obschon die Krankheit überwunden ist, meint der Herr Doktor!"

Ei, der Tausend! Das wäre ja ein entsetzliches Unglück, wenn der Wurm stürbe; die Eltern, die indeß Gott weiß in welchem Zucht- hause sitzen, würden sich wohl gar zu sehr darüber grämen?"

Aber wir haben die Kleine so lieb," stotterte Julius, dem das Wasser in die Augen kam.

Ja, und ladet Euch thörichter Weise einen Esser mehr auf, wo's doch ohnedies nur knappe Bissen giebt. In solchem Tollmannswerk muß man die lieben Nebenmenschen nicht bestärken, ist meine Ansicht. Die Frau Mutter wird am besten thun, das Bettlerkind in eine Be- wahranstalt zu geben, je eher, je besser; sie hat für die eigenen Kin­der nicht viel übrig und verschwendet Zeit und Geld für ein fremdes."

Daß Sie mir den Wein nicht geben wollen, den ich ihnen ge­wiß mit der Zeit auf Heller und Pfennig bezahlt hätte, das ist Ihre Sache, und ich muß es mir gefallen lassen; aber was wir an dem armen Kinde thu», daö ist unsere Sache, und ich denke, der liebe Gott wird uns dabei nicht im Stiche lassen," sagte Julius.Er kann die kleine Waldine auch gesund machen ohne Weinbäder, aber ich