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Käfer, die hellgelben und weißen Schmetterlinge waren schon zur Hand, und die Lerchen hatten sich schon längst heimisch eingerichtet in ihrer Ackerfurche, oder in, jungen Klee. Die Sonne schien maiwarm, aber die Mädchen, die unter den noch ziemlich laublosen Bäumen saßen, gaben ihre frischen, rothen Gesichter sorglos dem Strahl derselben preis. Anfänglich waren sie bei ihrer heiteren Arbeit doch ernst und schweigsam gewesen, denn morgen war ja ihr Consirmationstag, und der Schullehrer, von dem sie heute feierlich Abschied genommen, hatte ihnen das Herz gewaltig erschüttert durch seine väterlich ermahnenden Worte. Aber allmählich wirkte der Zauber des Frühlings auch auf ihren jugendlichen Frohsinn, und sie unterhielten sich anfänglich halblaut, eine Nachbarin mit der anderen, bis zuletzt ein ziemlich lebhaftes Gespräch im Gange war: Was die Frau Pathe ihnen zu ihrem morgenden Ehrentage geschenkt, wer einen goldenen Henkel- ducaten als Halsband tragen würde, und wer nur die sechsfache Ru- binenschnur der Mutter, — so ging die Rede hin und her. Es thut uns leid, berichten zu müssen, wie unsere jungen Landmädchen darin ihren Altersgenossen in der Stadt nichts nachgaben und mit ihrem Anzüge eben so viel und lebhaft beschäftigt waren, als diese es nur immer sein können. Daß es sich dort um Seide und Linon, um Pepitaschleifen, gestickte Röcke und Battisttücher, hier um Serge, weiße Schürzen, baumwollene Handschuh und geöhrte Schaustücke handelt, macht keinen Unterschied.
Und hier wie da haben die Confirmandinnen doch wohl das Wort der Schrift noch im frischen Andenken: „Welcher Schmuck soll nicht auswendig sein mit Haarflechten und Goldumhängen, oder Kleider- anlcgen; sondern der verborgene Mensch des Herzens unverrückt, mit sanftem und stillem Geist, das ist köstlich vor Gott. Denn also haben sich auch vor Zeiten die heiligen Weiber geschlnückt, die ihre Hoffnung auf Gott setzten."

