schen immer macht; und als die Ceremonie vorüber war, als die Eltern und hohen Anverwandten die Neuvermählten glückwünschend um- ringten, suchte das Auge der fürstlichen Braut eine Gestalt, die ein wenig zur Seite des Altars stand, und das Herz Voll Gebete hatte für ihren Liebling. ES war Margareth, die aus der Ferne gekommen war, um der Einsegnung beizuwohnen. Clara winkte sie mit strahlendem Lächeln herbei, reichte ihr herzlich beide Hände dar, und sagte dann, indem sie Margareth ihrem Gemahl vorstellte: „Sie hat viel an mir gethan, was ich ihr nie vergelten kann!"
Und der Fürst neigte das Haupt vor der schlichten Gestalt Mar- gareths und sagte: „Ich weiß, wie viel wir Ihnen zu danken haben, denn ein frommes Weib, ist wie die helle Lampe auf dem heiligen Leuchter. Eine Frau, die Gott auf eine» Fürstenthron gerufen, ist: „Die Stadt auf dem Berge" in der Frauenwelt, auf die viele Augen gerichtet sind, und die ihr Licht vor den Leuten leuchten lassen muß, damit ihr Vater im Himmel gepriesen werde, durch ihr christliches Thun. Dazu haben Sie den Grund gelegt."
Die aber, zu der ein Fürst solche Worte sprach, war nur ein Kindermädchen!
Saal und Ernte.
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