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„Sagt lieber, durch Gottes Güte," entgegnete ihm Christine, „denn, welchem der Herr es geben will, dem giebt er es, und welches er sich erbarmen will, dessen erbarmt er sich. Aber wißt Ihr mir den Namen jenes Mannes nicht zu sagen?"
„Fritz Hoffmann hat er geheißen und lebt noch zur heutigen Stunde, wenn er nicht ist gestorben seit zwei Monaten, wo ich bin fortgegangen aus meiner Heimath."
„O, wie mich das freut!" rief die arme Wäscherin und legte daö Meffer fort, um die Hände zu falte». „Er ist meines Vaters Bruder und wir haben seit länger als dreißig Jahren nichts von ihm gehört."
„Was, der reiche Hoffmann ist Eurer Better! und da bleibt ihr noch eine Stunde in dieser elenden Hütte?" rief der Jsraelit aufspringend.
„Sein Reichthum ist ja nicht mein," antworte Christine; „meint Ihr denn, ich werde zu ihm betteln gehen. Das thue ich meinem verstorbenen Manne im Grabe nicht an! So lange ich mit meinen beiden gesunden Händen mich und mein Kind nvthdürftig erhalten kann, brauch' ich keine fremde Hülfe, und will der liebe Gott uns bessere Tage schicken, so weiß er uns schon in unsrer kleine» Hütte zu finden, ohne daß ich sie verlasse, um einem ungewissen Glücke nachzujagen. Nicht jedem Menschen taugt das Glück und die gute Zeit, vielleicht Euch auch nicht, guter Alter, also nehmt nur geduldig Euer Päckchen Mühsal und Sorge auf Euch, wie ich es thun will, ohne Murren."
Vergebens brachte Hirschel das Gespräch immer wieder auf den Oheim in Polen, und erbot sich zum Vermittler zwischen dem reichen Manne und der armen Wittwe; aber Christine blieb fest dabei, sie wolle von dieser Verwandtschaft nur im höchsten Nothfälle Vortheil für sich ziehen. Ucberdem sei der Oheim Fritz und ihr Vater in

