alten Hut in der Hand. Er hatte einen ganz andern Empfang mit feiner Freudenbotschaft erwartet und konnte nicht recht begreifen, wie man so gar gelassen bleiben könne, wenn man ein schönes Gut nnd zwei große Häuser bekomme, und doch bisher in Armuth gelebt habe. So etwas hätte ihn passieren sollen! Er hatte sich indeß Leonvren genähert und flüsterte ihr leise zu:Begehen Sie keine Thorheit in

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Hirsche! stand mitten in der Stube und drehte verwundert seinen

der ersten Frendebestürzung; wenn Sie nicht wollen allein bewohnen das Schloß mit der werthen Frau Mutter, so kann ich Ihnen schaf­fen einen promtzahlenden Miether für die Oberetage. Der neu ge­fundene Gesundbrunnen in der Nähe von Oppoto wird herbeiziehen viele Fremde."

Leonor wehrte ihn mit einem sanften Lächeln ab, Mutter Chri­stine aber stand, das Gesicht an die Scheiben des kleinen Fensters gedrückt und betete; Thränen des Dankes nnd der Freude liefen über ihr faltiges Antlitz.

Der Thee wäre ungetrunken geblieben, wenn nicht Hirsche! sich hätte bestimmen, einige Tassen zu sich zu nehmen. Frau Frese, die es für klug hielt, den alten Mann zum Freunde zu haben, hatte ihn dazu aufgefordert und versorgte ihn freigebig mit Zucker und Back­werk, von dem Hirsche! mit großer Geschicklichkeit einen Theil in die weilen Taschen seines Kaftans verschwinden lies, um es seiner Frau als wohlfeiles Geschenk mitzubringen. Er war es gewohnt, im Kleinen zu sparen. Im Ganzen aber ging er ziemlich unzufrieden mit Leo- noren und deren Mutter in's Schloß zurück, wo er sich ein Nacht- lager bestellt hatte und woselbst er von da an stets ein willkommener und wohlaufgenommener Gast war, wenn er mit seinem groben Sack auf dem Rücken in der Gegend Hausiren ging. Vergebens aber bot ihm Leonor eine ziemlich ansehnliche Summe Geld, um ihm ihre Dankbarkeit zu beweisen; er wies es mit einer Entschiedenheit zurück,