April.

Freude und Schmerz haben seit den letzten Wochen in meiner Seele gewechselt, wie Sonnenschein und graue, stürmische Tage draußen. Der Tag meiner Einsegnung war köstlich nnd ich meine, ein Nachklang der heilig schönen Feier wird wohl durch nietn ganzes üefcett gehen. Ich habe die Worte:Trachtet am ersten nach dem Reiche Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch alles Andere zufallen," auf meinem Confirmationsscheine. DaS will ich mir recht fest ins Herz schreiben, denn bis jetzt habe ich nach gar vielen welt­lichen Dingen mehr getrachtet, als nach dem Reich Gottes, daS doch unser ewiges Erbthcil bleibt, während alle Schätze der Welt zuletzt verblassen. Ich kam mit den feierlichsten Entschlüssen aus der Kirche zurück; aber was sind die Vorsätze der Menschen!

Zwei Tage später erkrankte meine Mutter sehr ernstlich. O, wie gut war es da, daß ein Theil aus Christi Kraft meine Kraft gewor­den war, sonst würde ich meiner Angst wohl erlegen sein. Erst in der zweiten Woche war die Gefahr vorüber, und mein Herz wieder voll Dank und Freude. Frau Günthersberg hat mir in dieser schweren Zeit gar treulich zur Seite gestanden; an alles dachte sie, an jede

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Da schmiegt' ich mich ihr zu Füßen hin,

O," rief sie,bleibe Du immer grün,

Du artiges Pflänzlein!" So wuch's ich fort Im Winter und Sommer am selben Ort; Und jetzt ich noch immer den Namen hab', Den mir vor Zeiten das Mägdlein gab.

Nun merkt: Zum Kranz vieler guten Gaben, Da muß ein Immergrün man haben;

Das ist des Herzens still innige Güte!

O pfleget sie, neben des Geistes Blüthe!