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leicht nicht gekannt hat, ist er anch in kein Kirchenregistcr eingetragen worden, das ist natürlich." —
„Wohl möglich," antwortete die Schwester. „Aber wenn auch » einer seines Stammes in der Nähe gewesen wäre, was doch, wie ich
mich erinnere, nicht der Fall gewesen sein soll, — so bliebe doch immer noch das Räthsel zu lösen, wer die Rose auf das Grab des Zigeuners gepflanzt hat, der doch gerade am Weihnachtsabend gestorben ist?"
„Ja, und die Rose ist doch die Hauptsache!" — Die beiden Mädchen plauderten und vermutheten noch allerlei, aber sie konnten mit alledem der Sache doch nicht auf den Grund kommen, Nichts desto weniger blieb das Grab von nun an ein Gegenstand ihrer sorgfältigsten Pflege, und oft gingen sie nach einem heißen Tage mit ihrer kleinen Gießkanne dahin, um den lechzenden Strauch zu erfrischen. Niemals aber brachen sie eine Rose desselben.
So vergingen zwei Jahre. Eines Tages im Maimcud ging Helene mit einer jungen Anverwandten aus Berlin, die auf ein paar Monate nach Schlesien gekommen war, um sich nach einem geräuschvoll durchlebten Winter in dem stillen Pfarrhanse zu erholen, in den sandbcstrentcn Gängen des Gottesackers auf und nieder.
„O, sich da, schon prächtige Knospen an unserem Rosenstocke!" rief Helene, freudig überrascht, und bog einen Zweig des hochgewachsenen Strauches nieder. „Ich glaube, unser dankbarer Pflegling bleibt ewig jung, seine Knospen sind voll und kräftig wie immer, und ich erinnere mich mindestens an zehn Sommer, in denen er uns durch sein ^ Blühen erfreut."
„Schönen guten Abend!" sagte plötzlich eine Stimme, und ein junger Mann, der augenscheinlich dem Handwerksstande angehörte, trat aus dem kleinen Häuschen des Todtcngräbers hervor. Ehrerbietig grüßend kam er Helenen näher.
„Ach, Sie sind es, lieber Franz!" rief diese freundlich. —- „Das
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