ich habe ihn schon mehrmals zu solchen Stunden in Rosa's Gemach schleichen sehen, wenn sie mich an der Stafselei beschäftigt glauben. Aber ich kann nicht malen, ich bin zu unruhig. Die nahe Abreise erklärt das.

Der letzte Tag in der Heimath. Morgen um sechs Uhr sind die Postpferde bestellt. Aus Rücksicht darauf soll der Abeudzirkcl bei der Fürstin schon um elf Uhr geschlossen sein. Mir ist so zu Muthe, alö ob ich erst wieder freier athmen könnte, wenn ich die Stadt im Rücken hätte. Und doch lasse ich Ellconors Grab hier.

Rosa kommt sehr langsam mit ihrem Anzüge zu Ende; ich habe sie den ganzen Nachmittag nicht gesehen. Sie will das Auge des Künstlers gewiß durch einen besonders wohl gewählten Anzug erfreuen. In ihrem Zimmer ist schon seit einer Stunde ein unruhiges Gehen, und einmal glaubte ich Hanna mit einem blutigen Tuch in der Hand herauskommen zu sehen. Ich bin so schreckhaft geworden, das Nasen­bluten einer der Näherinnen, die bei Rosa arbeiten, macht mir schwere Gedanken. Die Uhr geht auf acht ich bin zu ungeduldig, mein Kind zu sehen, ich zerreiße den Schleier ihrer kleinen Geheimnisse und gehe auf ihr Zimmer.

Meine Weiße Rose schläft. Der Doctor wo nur der gleich her kam drängte mich aus deni Zimmer hinaus, als ich sie wecken wollte. Das Fest kann doch aber nicht ohne die gefeiert werden, der es gilt! Hanna weint und sagt:Ich habe -eS ja gewußt, eS war ein UnglückStag, da sie auf den Hofball ging." Seit jener Nacht hat

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