War es eine Thorheit, dann liegt in dem Gedanken eine

Strafe, die uns leicht ferner behüten mag; war es das

unschuldige Gefühl eines jugendlichen Herzens, dann darf man es gewiß heilig halten, aber es, enttäuscht, ferner als Lebenszweck betrachten wollen, wäre eine Spielerei, der die tief innere Wahrheit fehlen würde. In solcher Weise, glaube ich, soll man erinnern und vergessen können.

Nun lebe wohl, Du liebe Lilli, Gott sei mil Dir. Schreibe mir wieder und sage mir Alles, was Dich be­schäftigt und drückt; auf Alles will ich antworten, so gut

ich verstehe. Glücklich wird es mich machen, wenn Du

mir sagen kannst, daß Du zu uns kommen wirst, aber nur dann, wenn es Deiner Eltern freier, freudiger Entschluß ist. Lebe wohl, meine Lilli. Lorchcn.

Lilli an Lärchen.

Auf der Stelle muß ich Dir wieder schreiben, Lorchen, denn eS ist etwas vorgefallen, was Du nicht billigen wirst. Aussprechen muß ich mich doch darüber, und ich habe dazu Keinen als Dich- Ich bin recht dumm gewesen, aber das ist eben mein Unglück; wenn ich gedacht habe, ich möchte eine Sache sagen können, dann sage ich sie auch, früh oder spät, es mag passen oder nicht.

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