doch zu einsam werden. Mir gewiß nicht; ich habe in solcher Weise nie viele Wünsche gehabt, und Du weißt, wie ich mich ganz in den Gedanken an die amerikanische Wildniß eingelebt hatte.

Lebe wohl, mein Lorchen, schreibe mir, sobald Du verheirathet bist, und beschreibe mir Deinen Wohnort, Dein Leben, Alles. Schöndorf holt mich zu einem Spazier, gange ab, dabei sind wir stets vergnügt wie Kinder. Lebe wohl.

Deine treue Lilli.

Marie an Wilhelm.

Dieser Brief ist auch für Dich, mein Otto, aber ich konnte es doch nicht machen, wie Tante begehrte, und den Brief überschreiben: An Wilhelm, Otto. Du mußt Dich mit der inwendigen Darlegung behelfen. Liebe Brüder, wir sind hier bei Tante Susanne, und ich würde überglück­lich sein, wenn wir beisammen wären, denn ich habe Tan- tens Töchterchen über die Taufe gehalten, und es heißt Marie. Marie, nach mir! nein, ich sage es stets, Tante versteht es aus dem Grunde, Menschen glücklich zu machen. Siehst Du, Otto, da ist die Verneinung, von welcher Du behauptest, jede Extase rufe sie bei mir hervor; aber ich schrieb sie nieder, ohne an meinen Bruder Kritikus zu den-

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