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Lorchen, ,ch finde, jetzt muß ich hier bleiben. Ich bin eben gar nicht, was man eine Nachtmütze nennt, ich habe Energie, und will und muß mich aus eigener Kraft erheben. Wo im Leben werde ich stets die Stütze bereit finden, micb daran lehnen zu können; was man wirklich ist, das muß man durch sich selber sein und werden, das glaube mir. Das einzig Schlimme dabei ist, daß ich nun wieder der Mittelpunkt bin, um den sich Alles dreht. Ich und ich und wieder ich, nichts Anderes darf ich jetzt denken; ich bin freilich eine sehr gedemüthigte Hauptperson, aber immer stehe ich doch in dem Vordergrund. — Wenn ich mich so sehr gebessert habe, daß Andere eine Veränderung bemerken müssen, dann komme ich zu Euch und lerne weiter, wenn meine Eltern es gestatten, denn ich will ausruhen in Deiner Liebe von der Noth des Lebens.
Ueber eine Stelle in Deinem Briefe habe ich sehr nachgedacht, es war die — Du wirst schon wissen, welche ich meine. Wenn ich mich einmal verheirathen wollte, immer würde es mir sein, als ob ich es EugeniuS zuvor sagen müsse, als dürfe er das nicht durch Andere erfahren. Er hat mir doch einmal gesagt, daß er mich heirathen, Alles aufgeben, und mit mir nach Amerika ziehen wolle, dadurch habe ich ihm doch angehört und weiß nicht, ob ich mich nicht wenigstens entschuldigen muß. Ich habe Euge- niuS gänzlich aufgegeben, und will nichts von ihm; es ist

