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Walde an; muthig hielt ich vor dem Pfarrhause, fest ver­trauend, sein geistlicher Bewohner werde mich nicht abwei­sen. Otto hatte den Wagen zuerst gehört; neugierig eilte er herbei, aber als er mich erblickte, sah man, daß zwei gleich gestimmte Herzen sich fanden. In den Wagen sprin­gen und mich mir nichts. Dir nichts umarmen, als ob er die Erlaubniß dazu hätte, war das Werk eines Augenblicks. Der Pfarrer war in die Hausthür getreten; ich machte meine Tantenwürde geltend, hieß Otto den Wagen ver­lassen und fragte, mich ihm nennend, den Herrn des Hauses freundlich, ob er mir gestatten wolle, ein Stündchen unter seinem Dache zu verweilen. Er bot mir mit so herz­licher Höflichkeit ein Nachtlager an, daß ich es unbedenklich annahm. Mein Koffer ward abgepackt; der Postillon, der zufrieden war, fuhr blasend davon, und mir ward ein nied­liches Stübchen angewiesen, wo ich mich vom Staube der Reise befreien konnte.

Wie schnell fühlte ich mich heimisch unter diesem Dache, und welche Wohlthat ist da« wer sie je empfunden hat. wird dankbar daran zurückdenken. Als Otto mich zum zweiten Male umarmte, fühlte ich seine Thränen auf mei­nem Gesichte er ist immer derselbe, so frisch, so wahr, aber auch so ungezähmt. Welch' prächtiger Mann ist der Pfarrer ich fühlte mich ihm gegenüber so frei, so ver- trauungsvoll, als hätte ich ihn Jahre lang gekannt. Sicht-