und dafür den ersten Goldtropfen der Freude mit genießen muß. Sie wissen, zu Ihnen würde meine Frau nicht kommen. Wenn ein Mensch, sich selber überwindend, Gutes gethan hat gegen seine innere Absicht, müssen wir ihn da­für schweigend auf Händen tragen. Schweigend, denn macht man viele Worte darüber, denkt der Andere gleich, sei zu viel von ihm begehrt worden, und mit der Zufrieden­heit ist es aus. Denke meiner Frau nimmer 'zu vergessen, daß sie unö so glücklich gemacht hat, aber reden werde ich nicht viel darüber.

Wie nun, verehrte Freundin, stimmen Sie bei? Denke das doch, werde mich ein ander Mal vor Dero Weisheit im Staube beugen, und noch Eins, nehme es als gute Vorbedeutung, daß mein Sohn das Glück seines Gebens unter dem Dache empfängt, welches einst das seine sein wird. Hier bei uns sah er Lärchen zuerst, hier soll er sie als Braut begrüßen. Sehen Sie, so geht das in der Welt; meine Frau macht Verse, und ich mache lebende Bilder daraus, verwirkliche ihre Idyllen und Poesien, und das haben Sie Alle mir wohl nicht zugetraut?

Hoffe aus eine schweigende Zustimmung, und schicke der kleinen Hexe einen Blumenstrauß und ei» großes Stück Kuchen, denn da der Brief aas Pommern täglich eintreffen kann, laste ich täglich Kuchen backen. Eis wäre zur Ver­lobung wohl unpassend, wie?