und Horazens vergebliches Danksagungsgesicht, wie er es nannte, und dann kam unsere Gesundheit. Alles war so gut und prächtig und wir beiden Brautleute so still und selig. —
Nach dem Kaffee forderte Herr von Roden Horaz und mich auf, in den Gurten hinab zu gehen; zu dem Vergißmeinnichtplätzchen, fügte er lachend hinzu. Als wir gingen, schloß er uns in seine Arme und flüsterte: Ihr lieben, glücklichen Menschen, seid glücklich, aber bleibt nicht zu lange, ich muß sehen, daß Ihr eS seid." — O, so viel reine Güte, wie werden wir sie ganz verdienen können!
Du liebe Mutter, was wir miteinander redeten, davon könnte ich Dir kein Wort mittheilen. Alles verschwamm vor meinen Gedanken gleich einem seligen Traum; wir wissen, daß wir ihn hatten, und wissen ihn doch nicht.
An dem uns bezeichneten Plätzchen kam zur Sprache, wovor ich mich gefürchtet hatte, liebe Mutter, aber eben dies Gespräch verband unsere Herzen nur fester. — Horaz sagte mir mit seiner edlen, einfachen Weise, Sterneck solle von jetzt an unser gemeinschaftlicher Freund sein. Er bat mich ihn nicht zu vergessen und seiner dankbar zu gedenken. Ich hätte meine Lippen auf die Hand drücken mögen, die ich er- faßt hatte; o, Mutter, gesegnet der Mensch, welcher stets das Rechte trifft, weil es ihm das Natürlichste ist. Die Zeit war uns keine Zeit, und ich war doch beschämt, aber
Älte Bekannte. 11
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