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„freiwillige Subskription ein Fond gebildet werden, welcher „getrennt vom Stammkapital der Anstalt verwaltet werde, um „aus dessen Zinsen einst nach Verfluß von 10 Jahren arme, »hülfsbedürftige Waisen erklecklicher, als es vielleicht durch die „Hauptkasse selbst geschehen könne, zu unterstützen." Nach einläßlicher Diskussion, worin besonders auf vermehrte und verwickeltere Rechnungsführung, so wie auch auf die allfälligen Feinde der Anstalt, die in einer derartigen Nebenkaffe neuen Grund zu Verdächtigungen fänden — hingewiesen wurde, wird einmüthig beschlossen: „ohne die redliche Absicht des Antrag- „stellers mißkennen zu wollen, den Antrag einstweilen auf sich „beruhen zu lassen und die Zeit der Statutenrevision abzu- „ warten, da allfällige Lücken in denselben mit Benutzung ge- »machter Erfahrungen ausgefüllt werden können."
Ad 8. Der allgemeine Namensaufruf weist 24 Absenzen auf, wofür die gesetzliche Buße zu bezahlen ist.
15.
Protokoll über die Verhandlungen einer Schulgemeinde.
1) Nach erfolgter Eröffnung der Sitzung durch einige passende Bemerkungen von Seile des verehrlichen Präsidenten wird der Tit. Präsident der Schulkommission eingeladen, den üblichen Jahresbericht über die Leistungen der schulen, ihren Bestand und ihre Wirksamkeit u. s. w. vorzulegen, welches dann auch auf eine sehr befriedigende und einläßliche Weise stattfand; nur wurde von der Gemeinde aufs Bestimmteste gegen die Belesung der Eltern, deren Kinder mehr als den vierten Theil der Schule versäumt hatten, Einsprache gemacht, worauf diese Belesung wirklich unterblieb.
2) Rechnungsablage durch das Präsidium, Namens des Herrn Schulvogt P. B. Nachdem die spezielle Belesung angehört, wurde die Rechnung gutgeheißen und verdankt.
3) Gutachten der Schulkommission für die Anstellung eines vierten Elementarlehrers mit einem jährlichen Gehalt von 300 fl., weil es die Nothwendigkeit erheische, da der Raum der jetzigen Schulzimmer nicht mehr alle schulpflichtigen Kinder fasse. Nach erfolgter Berathung und namentlich mit statistischen Notizen von Sr. Wohlehrwürden Herrn Pfarrer L. über den Bevölkerungszuwachs belegt, wurde der Vorschlag der Kommission zum Beschluß erhoben.

