53 Allerhand RriöpfleLn.

zu Nudeln, nur nickt gar so fest. Wärgle (walze) ihn Messerrücken dick aus. Schneide dann das Unterste von einem dicken Federkiel hinweg, tunke ihn in Mehl, und stich damit in den Teig, so werden kleine runde Küchlein wie Erbsen, daraus. Wann dieses mit dem ganzen ausge- wärgelten Plah (Fladen) geschehen ist, so wirkt man den Teig wieder zusammen, und machtS wie vorher, bis alles gar ist. Dann backt man die Küchlein ganz gelb aus dem Schmalze, so werden sie wie die rechten Erbsen anssehen, und man kann sie wie die vorherige gebrauchen; nur daß man sie mit der durchgeseyhten Brühe eine Viertelstunde lang kochen laßt, sonst sind sie zu hart.

ys. Gebackenes Milch - oder Herrenbrod zu allerley Suppen.

Schneide das Herrenbrod zu dünnen Schnitt ten, verkleppece dann zwey Eyer, und zu jedem Ey zwey Eßlöffel voll süßen Raum. Tunke die Schnir'ten, eine nach der andern, darinnen her­um, und backe sie aus heißem Schmalze. Man kann dieses Brod zu alleü, auch zu süßen Sup­pen gebrauchen, nur daß man es nicht mit der Brühtz aufkochen läßt, es wird sonst zu weich.

yb. Mandelschnitten, statt anderer Knöpf­lein, in die braune Suppe zu gebrauchen.

Ziehe eine Handvoll Mandeln ab, stoße sie klein, weiche ein Herren, oder Mitchbrod in Milch