Noch etwas zur Haushaltung. 62 <>

nen auf. Ist sie trocken: so nimmt man zu einer Maas Kaffee eines 6 KreuzersiückeS groß von der Blase, und läßt eS damit kochen. Von allen Fischen sind die Blasen hiezu zu gebrauchen.

««2. Fischen den moderichten Geschmack zu benehmen.

Dieß kann dadurch geschehen, daß man sie vordem Sieden lebendig in ein frisches Brunnen­wasser thur, darein etwas Salzstreuer, und die Fische in diesem Wasser wohl umrühret. Dieses thur man 3 bis 4 mal, wobey jedesmal frisches Wasser genommen wird: denn der modenchte Geschmack ist nur in der Haut der Fifche, und dringt also bey dem Sieden erst in das Fleisch.

8o3. Pöckel-Fleisch zu machen.

Wenn man es warm auf den Tisch geben will, nimmt man Ochsenfleisch vom Brustkern; will rnan es aber kalt ge-ben: so nimmt man vom Schwanzstück, reibet es mit 2 bis 3 Loch Sal­peter * Salz, thut es in einen Hafen oder in ein hölzernes Küflein, legt allerhand Kränker dazu: als Thimian, Basilikum, Eüdragon, Lorbeerblätter, Rosmarin, etwas Schalotten, Knoblauch; auch etwas Gewürz, als etliche Körner weissen Pfeffer, Nägelein und Muska- tenblüthe gröblicht gestoßen. Mit diesem allen laßt man es im Keller » bis 2 Tage stehen. Als­dann nimmt man » Pfund Salz, siedet es in