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Die Blattern

251 m H r war die Tochter der Gräfln Hohenburg, die mit einem ausgebildeten Verstände eine» feinen Ge­schmack und das edelste Herz verband. Ueber Alles theuer war ihr Amalie; um so mehr bedauerte sie es, daß sie für ihre Erziehung nicht so viel Sorge tragen konnte, als sie wünschte. Die-vielfachen Verbindungen, in wel­chen das gräfliche Hans stand, machten es nothwendig, daß viele zeitraubende Besuche gegeben und angenommen wurden, daß man zu großen Gastmählern eingeladen, und dadurch gezwungen ward, Höflichkeit mit Höflichkeit, Gastfreundschaft mit Gastfreundschaft zu erwiedern.

Unstreitig ist es eine der größten Beschwerden für die höheren Stände, daß selbst die Vernünftigsten und Edelsten in ihnen sich dem Zwange nicht ganz z» ent­ziehen vermögen, den ihnen ihre Verhältnisse, der in den­selben herrschende Ton, und der Geist der Eonvenienz auferlegen. Gebunden durch dieß Alles, müssen sie auf Throne. I. SM>- 1