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Marie und Philippine.
Mt-arie und Philippine wohnten in einer Stadr, und waren in ihrer frühern Jugend gute Freundinnen. Als sie älter wurden, kamen sie immer seltener zusammen, und sahen sich am Ende — wenn es nicht in der Kirche geschah — fast gar nicht.
Der Grund davon lag in Philipp inen s Eitelkeit. Ihre Aeltern waren reich; die Mutter sprach oft unverholen, daß ihre Tochter einst Erbin eines großen Vermögens werden würde, und Pbilipp ine wurde dadurch so übermüthig gemacht, daß sie auf ihre ehemaligen Freundinnen, die nicht so wohlhabend waren, mit Gleich
gültigkeit herabblrckte.
Herr Wollmuth — so hieß Philippine ns Vater — machte vielen Aufwand. Jede Woche war in seinem Hause große Gesellschaft; auf seine Tafel kamen die leckersten Gerichte und die kostbarsten Weine des In-

