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Aeltern im Erwerben des Unterhaltes beizustehen. So­phie' und Johann thaten Verzicht auf die Vergnügun­gen der Dorfjugend, und benutzten die Zeit, die-sie des Tages ausser den Lehrstunden, welche sie nie versäumten, frei hatten, zur Arbeit. Eine Stunde blos war der Er­holung und körperlichen Bewegung gewidmet. Wären Sophie und Johann nicht von starkem Körperbau gewesen, so würden sie leicht durch ihre anhaltenden, oft sehr beschwerlichen Arbeiten aufgerieben worden sein. Aber eine frische,' kräftige Natur erhielt sie gesund.

Sanft und biegsam wie ihre Mutter, war Sophie; herzensgut, wie beide, Johann; aber mit der Güte sei­nes Herzens, verband er auch raschen Muth und ein sichtbares Gefühl für das Große, Heldenmüthige. Wenn die Schwester sich mit dem Vater über eingetretene Noth grämte, erhob Johann sein Gemüth durch die Geschich­ten großer Ritter und Helden, die ihm sein Schulmeister zu erzählen wußte. Er bedauerte nichts so sehr, als daß die alten Ritterzciten dahin wären, und er an den oft abentheuerlichen, gewagten Zügen der alten Helden nicht Theil nehmen könne.

Herzing besaß ein kleines Haus und einige Aecker. Darin bestand sein ganzes Vermögen. Oft war er nahe daran, sich durch unerlaubte Mittel in bessere Umstände zu versetzen; allein Margarethe, die das Unrecht haßte, brachte ihn immer auf andere Gedanken. Ihre Vorstellungen fanden bei ihm leichten Eingang, denn