ußerm Umstände sich mit jedem Jahre verschlimmer­ten, so bemächtigte sich seiner Seele eine finstere Unzu­friedenheit, die in Lebensüberdruß und beinahe in Ver-

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sprengte herbei, drang durch die Dragoner, ließ sich mit ihnen in ein Handgemenge ein, und verschaffte dem Prin­zen dadurch die Gelegenheit, eiligst zu entfliehen. Kaum sah er denselben in Freiheit, als er sich glücklich durch die Feinde durchschlug, und ihnen gleichfalls entrann.

Groß und allgemein war die Freude im Lager, als man vernahm, in welchen Gefahren der geliebte Kron­prinz geschwebt, und wer ihm Freiheit und Leben geret­tet habe. Herzing wurde fast auf den Händen getra­gen. Laut pries man ihn als den Netter des Oberfeld­herrn, laut erkannte man ihm ein höheres Avancement zu. Der Kronprinz dankte ihm öffentlich, und ernannte ihn zum Hauptmann, und es dauerte nicht lange, so stand er als Obrister an der Spitze seines Regiments. So stieg Herzing von einer Stufe zur andern, unv wurde am Ende einer der angesehensten und reichsten Of­fiziere in der Armee.

Unterdessen darbten seine Aeltern in großer Noth. Die Verhältnisse, in welchen sein Vaterland mit dem kriegführenden Lande stand, machten es ihm unmöglich, sie mit Geld zu unterstützen, und die Briefe, die er im Laufe des Krieges an sie schrieb, gingen verloren.

Der alte Herzing, durch ein Paar Mißjahre sehr gedrückt, sah sich in die Nothwendigkeit versetzt, Geld zu borgen, und Haus und Aecker zu verpfänden. Da seine