Käst ohne Leben vor ihm lag. Er stürzte zu Marga­rethen hin. Sie that einen Schrei des Schreckens, als sie von der ruchlosen That hörte. Der Leichnam wurde in dem Garten verscharrt, und der Koffer mit dem Gelde in einen verborgenen Winkel des Hauses geschafft.

Das Gewissen erwachte, und schrecklich tobte es in HcrzingS Brust. Margarethe war untröstlich. Der Morgen kam. Herz in g wagte es kaum, seiner Frau ins Angesicht zu seh'n. Er erblickte sich in dem Spiegel, und schauderte vor sich selbst zurück. Unruhig und gepeinigt von gräßlichen Vorwürsen, schlich er umher. Da stürzte seine Tochter Sophie ins Zimmer. Wo ist er? rief sie freudig, invem sie forschend sich in dem Zimmer umsah. Wer? meine Tochter? fragte Margarethe. Sophien fiel es auf, ihre Aeltern in Unruhe und Angst zu finden. Wie? rief sie aus, ist denn kein Of­fizier bei euch?

Herzing war verstört, und antwortete: ich weiß von nichts.

Sophie eilte zum Dorfschulzen, und erkundigte sich nach ihrem Bruder.

Der Richter versicherte, daß er den gestern angekom­menen Offizier bei ihren Aeltern cinguartirt habe, und begleitete sie sogleich zu ihrem Vater.

Throne, l. Bh. 11

161

Herzing verließ leise das Bette, schlich sich zum Lager des ungekannten Sohnes, und beging hastig die schreckliche That der Vater wurde des Soh­nes Mörder. Ein kalter Schauer überfiel ihn, als der