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Mißgunst und allem Etikettenzwange, die zuvorkommende Gefälligkeit der Blume n a u'schen Familie dieß Alles wirkte Vortheilhaft auf Julius Seele. Es ging für ihn ein neues, freundlicheres Leben auf, und gierig ge­noß er die Annehmlichkeiten desselben.

Lieber Julius, sprach eines Tages Blumenau, ich schmeichle mir, daß es dir bei uns Wohlgefallen wird.

Sehr wohl, mein theurer Freund, versetzte Julius. In meinem Innern hat es sich merklich geändert, das Leben fängt an, mir Reize zu entfalten, die ich bisher nicht kannte, nur sinke ich bisweilen in meinen sonstigen Zustand von Schwäche, Gleichgültigkeit und Ueberdruß zurück. Ich hoffe, soll immer besser mit mir werden; ich will mich anstrengen, ich will Mann werden.

Ein schöner, trefflicher Entschluß! sprach Blume­nau, würdig eines Herzens, wie das deinige!Sei mein Rathgeber!" sagtest du in jener unglücklichen Stunde zu mir, in der ich dich nahe am Abgrunde fand. Ich will es sein, aber bist du auch geneigt, mein Julius, dem Rathe deines Freundes zu folgen?

Gewiß, mein theurer Blumenau, gewiß! versetzte Julius, und sah den Freund mit einer Offenheit und Treuherzigkeit an, die diesen tief rührte.

Nun so höre denn meinen Rath, sprach Blume­nau. Du verkaufst dein Haus in der Stadt, und zie­hest auf das Land, genießest dort eine reine, gesunde Luft, nimmst dir eine treue, liebenswürdige Gattin, wandelst mit ihr im Schooße der Natur durchs Leben,