ttommen? Ich weiß nicht — aber genug, eine Stunde darauf saß er bei seinem Bruder Wilhelm im Garten, und sagte zu dem: „Du, laß uns tauschen mit den Namen."
„Warum?" fragte Wilhelm.
„Damit ich ein Naturforscher werden kann."
„Aber, Gabriel, du kannst doch nicht Kaufmann und Naturforscher zugleich werden?"
„Nein, Kaufmann wirst du, und darum wolle,: wir ja eben die Namen tauschen. Verstehst du mich nun, alter Junge?"
Wilhelm kannte die Leidenschaft seines Bruders und war ein seelenguter Bursch. So sagte er denn nach kurzem Bedenken: „Gut, Gabriel klingt freilich nicht so hübsch, wie Wilhelm, aber sei's drum — dir zu Liebe."
Die beiden Jünglinge begaben sich zum Vater und zeigten demselben pflichtschuldigst den Namentausch an. Dieser schüttelte wieder den Kopf und sagte dann: „Ich habe nichts dagegen. Aber von dem Augenblicke an, wo Wilhelm Gabriel genannt wird, ist er mein Nachfolger im Geschäft. Hast du das bedacht, Gabriel?"
„Gewiß, VaterI Ich, hab' es sogar gewünscht, denn nun wirst du mich meiner Neigung folgen lassen."
„Es sei!" erwiederte der Vater, und ging zum Herrn Pfarrer, damit dieser die nöthiget! Aenderungen in s Kirchenbuch eintragen möge.
Von L>tund an hieß Wilhelm Gabriel, uild Gabriel wurde Wilhelm genannt. Die Leute lachten zuerst darüber, später lächelten sie nur, und endlich gewöhnten sie sich so aii die Aenderung, als ob es nie anders gewesen wäre. Die Knaben aber liebten sich herzlicher als zuvor, und der angehende Naturforscher sagte zum

