dazu gehört, wohlfeiler kriegen, als früher, wo Hoch- land's noch allein waren und man ihnen wohl kommen mußte. Die haben freilich Schaden dabei, aber wir, wir ziehen den Profit davon."
Noch Andere dachten weder an Herrn Hochland, noch an Jonathan Winkel. Sie hatten ihren Spaß an dem neuen Geschäft, nur, weil es was Neues war. Gab es doch nun wieder ein paar Wochen etwas zu plaudern. Wieder Andere dachten: der Herr Jonathan Winkel kommt aus der Residenz und daher müssen seine Waaren wohl besser sein, als Hochland's ihre. Wol- lens wenigstens einmal probiren!"
Kurz, die ganze Stadt sprach von weiter nichts, als dem neuen Laden, unb Jonathan Winkel war in aller Munde. Herr Ledcrmann hatte das ganz schlau vorausberechnet und kicherte höhnisch, als nun seine Erwartungen und Hoffnungen auf das glänzendste erfüllt wurden. Er war geräckst, und hundert Mal sagte er zu sich selbst: „Ja. ja, nun wird er's wohl bereuen, mit dem reichen Ledermaun angebunden zu haben! Warum hat der dumme Mensch mein Gebot nicht angenommen? Wenn er mir den Garten überließ, so säße er jetzt noch im Rohre, wie vor Jahren, und könnte sein Pfeifchen schneiden nach Gefallen. Aber nun mag er sehen, wie er fertig wird!"
Herr Gabriel senior hatte sich mittlerweile von dem ersten Schrecken, den ihm die Entdeckung eines ganz unerwarteten Nebenbuhlers gemacht hatte, wieder erholt, und sah das Ereigniß mit ruhigeren Augen an. „Was ist's denn weiter?" sagte er zu seiner Frau und seinen Kindern. „Der Mensch ist hier zu Lande wildfremd , und wird bald wieder einpacken müssen.

