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„Geh' nur die breite Treppe hinauf, und nachher links, da ist er."
Gabriel folgte der gegebenen Weisung und trat in eine schöne, mit Marmorplattcn ausgelegte Halle, aus welcher verschiedene Thüren, die aber alle geschlossen waren, in das Innere des Hauses führten. Den Andeutungen des Hausknechts zufolge sollte sein Oheim links wohnen. Gabriel nahte sich mit schüchternen Tritten der links gelegenen Thür und pochte leise an. Niemand schien ihn ju hören, Niemand rief herein und öffnete ihm. Er pochte noch einmal und stärker. Aber Alles blieb still, und Gabriel kam deßhalb auf die Vermuthung, daß Johann, der Hausknecht, vielleicht nicht ganz genau wissen möge, was links oder rechts sei. Er drückte auf die Klinke der Thür und fand sie verschlossen. Nun war er vollends überzeugt, daß sein Oheim auf der rechten Seite wohnen müsse. Denn in Lautcrberg fiel es keinem Menschen ein, seine Stnben- thüren zuzuschließen. Es hing zwar hier eine Klingel neben dem Eingänge; aber was wußte Gabriel von dem Gebrauche, zu klingeln, wenn man Einlaß finden wollte? In Lanterberg gab es keine Klingeln dieser Art, und daher sah er sie nicht einmal oder wußte wenigstens keinen Gebrauch davon zu machen. Er horchte, pochte noch einmal an, versuchte noch einmal den Drücker zu öffnen, und wendete sich endlich mit Entschlossenheit rechts, fest überzeugt, daß der Hausknecht ihn falsch berichtet haben müsse.
Er krümmte den Finger und pochte an — Alles blieb still. Jetzt rüttelte er ein wenig derb an dem Schlosse, und stehe da, die Thür sprang auf. „Ahal" dachte Gabriel und schritt ohne Weiteres durch die
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