Vater kann in's Bad!" jubelte die Tochter. Gabriel stand blaß und zitternd gegen die Wand gelehnt, und der Vater einen unendlich freudigen und dankbaren Blick nach oben richtend erbrach mit bebender Hand die fünf Siegel. Zehn blanke Goldstücke fielen ihm aus dcni Briefe iu den Schooß. Er achtete jetzt nicht auf sie, sondern durchflog mit raschen Blicken das Schreiben. Und als er es gelesen hatte, nahm er das

Der Vater ricth dies und das, aber das Rechte traf er nicht. Endlich warf sich Minchen an seine Brust, und rief schluchzend mit hervorbrechenden Thrä­nen:Die Badereise habe ich hier, liebster Vater! die Badereise!"

Und den Brief dein ganz erstaunten Vater in die Hand gebend, warf sie sich der Mntter an die Brust und sagte:Jetzt, Mutter, kannst bu Alles wissen. Nicht saß ich auf meinem Kämmerlcin wegen Krank­heit, denn ich mußte ja den Fnßtcppich für die Prin­zessin sticken, damit der liebe gute Vater sich im Bade Gesundheit holen konnte. Ach, durfte ich denn das sa­gen?" Würdest du es denn gelitten haben, daß ich die halben Nächte aufblieb, um schneller fertig zu werden? Aber jetzt ist Alles geschehen, die fünfzig Thaler sind gekommen, und morgen schon kann der Vater in's Bad, wenn er sonst Lust und Kraft dazu fühlt!"

Mutter und Tochter mischten ihre süßen Thränen der Rührung, und hielten sich fest umschlungen.Gu­tes, braves Mädchen!" stammelte die Mutter;der

schwarze Sainmctkäppchen vom Haupte, faltete seine Hände, und rief mit einer Stimme, die vor Rührung fast brach:Hosianna! Hosianna! Ehre und Dank sei Gott in der Höhe! Herr, du hast deinem Knechte

Unverhofft kommt oft, tz