großes Heil widerfahren lassen! Mutter, freue dich nut mir, denn es sind ja deine Kinder auch, so gut, wie die meinigen! Mutter, höre doch! Da deine Tochter sitzt Wochen lang Tag und Nacht bei der Arbeit und schont ihre eigene Gesundheit, schont das Licht ihrer eigenen Augen nicht, um ihrem Vater die Gesundheit wieder zu verschaffen! Und da, dein Sohn, Mutter, unser Gabriel, der wie ein Gespenst so blaß an der Wand lehnt, der will sich selber mit Haut und Haar verkaufen, will unter die Soldaten gehen, wenn man ihm fünfzig Thaler Handgeld geben will. Junge, sage selber, was wolltest du mit den fünfzig Thalern an­fangen?"

Ach Vater," stannnelte Gabrieldie fünfzig Thaler du solltest und mußtest ja doch in's Bad, um gesund zu werden, und da dachte ich, ich sei Euch ja doch nur zur Last jetzt, und schrieb an Frau Strauch Verzeihung, Vater, Verzeihung!"

Herzensjunge liebe, liebe Tochter Kinder, kommt, kommt an die Brust Eures Vaters!" rief der alte Herr Gabriel mit brechender Stimme.Was Ver­zeihung! Zum glücklichsten Vater habt Ihr mich ja gemacht, und das soll ich Euch verzeihen? Oh, Kin­der, geschehe jetzt auch mit uns, was da wolle, ich segne unser Unglück und unser Leiden, denn sie, sie haben mich die Herzen meiner Kinder kennen gelehrt. Großer Gott, welches Glück könnte wohl größer sein, als die glückliche Gewißheit, gute Kinder zu haben. Laß fahren dahin, Mutter, Ehre und Herrlichkeit der Welt! In den Herzen unserer Kinder besitzen wir Schätze, die alles Gold der Erde nicht erkaufen kann!"

Die glückliche unglückliche Familie lag einander in