gut zu spaßen, und Bilder von Werth, das ist nun einnial sein Tollpunkt."
„Also mein Bild da ist von Werth!" rief Mattner, dessen Sinne doch nicht so umnebelt waren, daß er nicht seinen Vortheil hätte wahrnehmen können. „Ei, da ließe sich vielleicht ein hübsches Geschäft machen; wann kommt denn sein Herr zu Hause?"
„Ich denke heute noch," antwortete der Fremde. „Dann sind wir am längsten Ihre Zimmerabnehmer gewesen, Herr Wirth; mein Herr hat ein schönes Gut in dieser Gegend gekauft, freilich ein bischen einsam, ringsherum Wald, aber das ist nun einmal sein Geschmack. So wenig Menschengesichter als möglich, denn die Menschen taugen alle miteinander nichts, pflegt er zu sagen, aber Bilder kann er dafür nienials genug bekommen."
Waldine stand mit überströmenden Augen da und rang still die Hände ineinander. Nun war ihr jede Möglichkeit abgeschnitten, das liebe Bild zu bekommen. Der alte Mann war recht zu ihrem Unglück da.
Janette blieb bei der Sache nicht so unthätig. „Ihr seid ein rechter Seebär, Holschauer," sagte sie, indem sie ihm einen bitterbösen Blick zuwarf. „Habt Ihr denn in der neuen Welt, von der Ihr immer so viel schwatzt, nichts Besseres gelernt, als ein paar Kindern die Freude zu verderben? Euer Herr bekommt ja so viel Bilder, als er nur haben will; laßt uns doch das Eine. Vater hat es uns doch nun einmal schon verkauft, seht doch, da auf dem Tische liegt das Geld dafür; und wüßtet ihr nur, wie mühsam die arme Waldine es verdient und wie sie gespart hat, um ihrer Pflegemutter eine Freude zu machen, Ihr hättet gar nicht das Herz dazu, uns hinderlich zu sein. Denkt nur, das arme Ding hat weder Vater noch Mutter, die haben es im wilden Walde allein gelassen, und es wäre vielleicht verhungert
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