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Als sie noch weinend und schmollend an ihren Puppenschrank gelehnt stand, trat ein junges Mädchen in's Zimmer. Sogleich ver­siegte» Claras Thränen; sie lief mit ausgebreiteten Armen zu ihr hin, und ihr Gesicht fest an den Arm drückend, über dein jene ein frisch geplättetes Kleid der Kleinen trug, rief sie hastig:Nimm mich mit Dir, Gretchen, ich will nicht hier bleiben!"

Ich Plätte in der Stube nebenan," sagte das junge Mädchen in fragendem Ton,darf das kleine Fräulein bei niir bleiben?"

Yes! und Oui! klang es da wieder wie aus einem Munde, denn bei Gretchen, das wußten sie, war ihr kleiner, unruhiger Zög­ling gut aufgehoben. Auf der Stelle kehrte des Kindes muntere Laune zurück.

Ich werde Dich nicht stören beim Plätten und dem heißen Eisen ja nicht zu nahe kommen!" rief Clara, sich zärtlich an Margaret!) ^

schmiegend.Aber erzählen kannst Du doch dabei, nicht wahr?"

Gewiß!" versicherte jene, indem sie mit dem kleinen Mädchen an der Hand ihr Stäbchen aufsuchte;aber wir haben zuvor noch Anderes miteinander zu thun, als Geschichten erzählen und anhören.

Das kommt erst später. Du wolltest ja etwas von mir lernen, sagtest Du gestern Abend im Bett."

Richtig! Es ist nur gut, daß Du es nicht vergessen hast, Gret­chen;" sagte Clara nachdenklich.Dn meinst das Gebet für die liebe Mama; ich will's jetzt gleich lernen; sag es mir nur ein paarmal vor!"

Aber, mein Herzenskind, weißt Du auch, was man thut, wenn man 41

ein Gebet spricht?"

Man redet mit dem lieben Gott! Das hast Du'mir ja neulich schon gesagt."

Gut; aber um mit Jemand so recht herzvertraulich reden zu können, muß man genau bekannt mit ihm sein. Begreifst Du das?"