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„Ja; ich möchte auch immer lieber Dich bitten, wenn ich etwas haben will, als Mademoiselle Vaillent oder Miß Alice, Dich kenne ich schon viel besser, als meine beiden Gouvernanten, und Du bist doch ^ kaum vierzehn Tage bei uns!"
„Nun also; Du möchtest den lieben Gott bitten, daß er die Mama gesund mache, und recht bald wieder zu Dir zurück führe. Kennst Du denn aber den lieben Gott auch recht gut? Weißt Dn schon recht viel von ihm?"
„Ach nein!" antwortete die Kleine bedenklich. „Aber zahlen kann ich schon, immer zwei Zahlen dazu bis auf Hundert, und wieder mit mit zwei Zahlen zurück, und ein französisches Gedicht kann ich auch schon, „la pelite Margueritte,“ soll ich Dir's einmal vorsagen?"
„Nicht gerade jetzt, denke ich," sagte Margareth leise abwehrend. „Jetzt will ich Dir vor allen Dingen vom lieben Gott erzählen, damit ^ Du erfährst, wie gut er ist, und wie gern er das Gebet der kleinen
Kinder erhört, besonders wenn sie für ihre Eltern beten. Willst Du daö hören?"
„Ja, ja, liebes Gretchen!" rief Clara und trug sich selbst einen Stuhl neben das Plättbrett, wo sie sich ganz andächtig zurccht setzte. Und Margareth sing nun in einfach klarer Weise mit dem Kinde an zu reden, wie der liebe Gott aller Orten sei, folglich auch jetzt bei ihnen in der Stube, und an jeder Stelle des Hauses und des Gartens, denn er sei allgegenwärtig; er sähe also auch, wenn Clara unartig sei und böse Gedanken habe, und betrübe sich über den Un- ^ gehorsam der Kinder gegen Eltern und Kehrer und gegen seine Ge
bote; und wenn nun solch' ein Kind dann komme und ihn um etwas bitten wolle, könne er es da wohl mit freundlichen Augen ansehen und sein Gebet erhören? Nein, denn der liebe Gott sei zwar barm- » herzig, aber auch gerecht.
Clara hörte mit weit offenen Augen auf jedes Wort, was ihr
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