Summe Geldes bringen sollte, und das brauchte das Märchen ja nicht zu wissen; die sollte ja in dem guten Guten bleiben, als ob die Base ihr Witlwenbrod nur in Sorg und Noth verzehren müsse. Kurz, Kunigund kam ani Vorabend des Festes mit eineni reichen Tuchkauf- manue, der aus Sckönwäldchen gebürtig war, in dem lieben Dörflein an und sah nicht ohne einen begehrlichen Seufzer das schöne Gehöft, worinn Adelheid jetzt wohnte; die Abendsonne strahlte die Fenster desselben goldig an, und die Spitze des Blitzableiters darauf glänzte, wie ein Stern, weit hin. Mitten in dem großen Hofe stand ein zierliches Taubenhaus, und die geflügelten Bewohner desselben pickten eben, in einer bunt schillernden Schaar versammelt, ihr Abendfutter, ohne sich dabei durch den stolzen Pfau stören zu lassen, der sein Rad schlagend mitten unter sie trat und es nicht verschmähete, einige Körner aufzunehmen.
In der Vorhalle des Wohnhauses, die mit vier schönen Säulen geziert war, fast die junge Frau und regierte von der Steinbank aus zwei Mägde, die Federvieh schlachteten und junges Gemüse putzten, das der herrschaftliche Gärtner ihr aus dem Frühbeet geliefert hatte. Kunigund eilte mit ausgebreiteten Armen auf die Schulfreundin zu, aber diese konnte ihr auch nicht einen Schritt entgegen kommen, denn die Krücke war ihr nicht gleich zur Hand. Ach, dachte Kunigund, als sie später allein in dem Gaststübchen vor dem hohen, schneeweißbezv- enen Bett stand, und bald die geblümten Gardinen, bald den Spiegel
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