blöde danieder, sondern ging zu der Dame hin und küßte ihr die Hand.

Ich war in der Stadt," sagte sie ohne Hast und Verlegenheit,

sonst wäre ich schon früher gekommen!" *

Das war recht dünnn von Dir," siel Hvrtense ihr sogleich in's Wort.Deine Pilze hätte Mama Dir auch abgekauft, und Du sollst künftig gar nicht mehr nach Holz oder Beeren in den Wald gehen, sondern immer um mich sein und mit mir spielen, hörst Du!"

Das heißt doch nur, wenn Leonore Lust dazu hat," schaltete die Mama mit einem leichten Zucken der Augenbraunen ein.Aber, um gleich auf die Hauptsache zu kommen: möchtest Du wohl allerlei nütz­liche Dinge mit nieiner Tochter zusammen lernen? Der Schullehrer rühmt mir Deine guten Gaben; willst Du sie anwenden, um recht viel Wissenswerthes zu erfahren? Wenn Du mit der Zeit ein wohl­unterrichtetes Mädchen würdest, so könntest Du dann Andere wieder *

lehren und dabei Dein gutes Auskommen finden, denn eine geschickte und gewissenhafte Lehrerin wird überall hochgeschätzt und nach Gebühr belohnt. Du würdest dann genug verdienen, daß Deine Mutter im Aller ruhig die Hände in den Schoß legen könnte."

Was soll ich lernen? Darf ich gleich heute damit anfangen?" fragte Leonore mit dem Erröthen froher Ungeduld.Gewiß, ich will gut aufmerken, und recht fleißig sein!"

Frau v. Blocha lächelte schmerzlich; sie konnte nicht umhin, die arme Waschfrau zu beueiden, um ein Kind, das so gern und willig Anstrengung und Mühe auf sich nahm, weil es seine Mutter über Alles liebte und ihr gern Freude bereiten wollte. Und ihre eigene Tochter dagegen! ach, wie wenig war die darauf bedacht, auch nur den flüchtigsten Einfall aufzugeben, um der kranken Mutter eine Sorge, einen Aerger zu ersparen. Sie klopfte Leonore freundlich auf die vollen Backen und sagte:Du magst morgen früh um neun Uhr wie-

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