eigener Hand auf ein weißes Blatt vor dem Titel geschrieben, denn dieselben Worte stehen auch unter der kleinen Winter - Landschaft, die Bruder Paul mir zu dem November gemalt hat: ein kleines Hans im Schnee mit einem großen, hölzernen Kreuz vor der Thür, darauf das Gold eines Sonnenunterganges fällt; sie lauten:

Das Gras ist verdorret, die Blume ist abgefallen, aber des Herrn Wort bleibet in Ewigkeit."

Dezember.

O du fröhliche,

O du selige,

Gnadenbringende Weihnachtszeit!

Ich meine, noch nienials ein schöneres Christfest gefeiert zu haben, waren wir doch alle gesund und froh bei einander, Vater, Mutter, Paul und Mathilde mit ihrem Kleinen, der über den strahlenden Christbaum und die einladenden Schnüre mit Mandeln und Rosinen in einen lauten Jubel ansbrack. Fast an keinem Weihnachtsabende habe ich weniger Geschenke bekommen, denn meine Confirmation und die Reise nach Berlin hat den guten Eltern viel gekostet, es lag nur ein warmer Hut und ein Muff auf meinem Platze, ich aber freute mich doch mit dem kleinen Fritz um die Wette; mir war, als ob ich die ganze Welt geschenkt bekommen hätte. Mathilde hat mir den Walter Scott in einer hübschen Ausgabe geschenkt, sie findet, daß er die passendste Lectüre für ein Mädchen meines Alters sei, und oben- ein bin ich dabei gezwungen, mein Englisch weiter fort zu treiben. Bruder Paul kam mit einem Päckchen unter dem Arm an, das ganz genau die Form meines Gedenkbuches hatte, und er sah dabei so kläglich bescheiden aus, als ob er sagen wollte:ich habe einmal nichts anderes gewußt!" Ich will'S nur ganz ehrlich gestehen, daß ich

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