dem elterlichen Hause. Mein Bruder, mein Otto! Wär' ich nur dort gewesen, aber doch wenn Du einmal in der Fahrt bist, richtet man bei Dir nicht viel aus. Das konnt nur Herr Flohr, weil Du ihn liebtest und fürchtetest; ja, fürchtetest, denn das thatest Du. In der Bibel heißt es wohl:Furcht ist nicht in der Liebe" aber in der Liebe zu Menschen ist es ein Anderes; da trifft uns gleist der Blick, das Wort, und wir fürchten uns, eben weil sie Menschen sind. So wenigstens denke ich es mir.

O, ein Blick, was hat der für Macht, und Gewalt! Papa Hot mir selten ein scharfes Wort gesagt, aber wenn er mich ansah so fest und durchdringend, und sein Aus­druck immer edler ward, in dem Maße, als sein Zorn stieg, wie durchbebte es mich! Alles Blut steigt mir iuS Gesicht, wenn ich daran denke, aber ein solcher Blick nicht Jeder kann ihn haben.

Ich habe Deinen Brief zwei drei Mal gelesen; ich theilte Alles mit Dir, nur das Stampfen, Knirschen und Haarausraufen nicht, aber ich lag mit Dir am Boden, und weinte. Ach Otto! wenn Du nur jetzt das Rechte triffst. Du willst es wohl, aber!

Es geht uns Besten besonders; Du bist nach West­walde versetzt, weil Du ein Brausekopf bist, ich hierher.

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weil Papa fürchtet, ich würde ein Ueberstudirter und Pe­dant werden. Hier habe ich erfahren, daß der Director