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Wie gesegnet sind die Menschen, die Alles so treu und einfach zu sagen wissen. Die paar Worte erläuterten mir mehr, als hundert Reden. „Ich will versuchen, freudig zu gehen," sagte ich fest.
Nachdem ich einem Mitschüler gesagt hatte, daß ich fort solle, verbreitete sich die Neuigkeit, wie ein Lauffeuer. Im Ganzen that es Allen leid. Einigen sehr, aber die Schülernatur siegte, ich hieß bald der Verbannte und der Einsiedler von Westwatde. Zum Abschiede war mir ein Kaffee gegeben. Einige stiegen auf Bänke und brachten Kaffeetoaste aus, bei denen ich Philister, Philosoph und Einsiedler genannt ward. Als eS jedoch später zum Ab- schiednehnien kam, ward ich mit Herzlichkeit überschüttet.— Vor dem Abfahren schrieb ich an Papa und hoffe, mein Brief wird ihn mild gestimmt haben. Um 10 Uhr Abends fuhr die Diligence ab; so ging es in die dunkle Nacht und in eine dunkle Zukunft hinein.
Nun weißt Du, wie Alles gekommen ist; nächstens .schreib ich Dir das Weitere. Sehr erstaunt bin ich, keinen Brief von Marie zu haben; das gute, kleine Kätzchen ist doch sonst so voll Mitgefühl. Leb' wohl, Wilhelm. Dein Otto.
Wilhelm an Mo.
Dein Brief hat mich in das lebhafteste Erstaunen gesetzt, liebster Otto, denn ich hatte gar keine Briefe aus

