Nach dem Gottesdienste traf ich mit Lorchen zusammen, die mich ihren Eltern zuführte, welche mich liebreich begrüßten. Die Mutter lud mich herzlich ein, die letzten zwei Tage bei ihnen zu wohnen; ihr Mann wolle mich nach Stralsund fahren lassen, denn es sei ihnen zu wichtig, Lorchen eine Freude bereiten zu können. Erfreut nahm ich die Einladung an, und um Otto zu »rösten, ward er eingeladen, jede Freistunde in Krusemark zuzubringen.
Einige Stunden später kam ein Wagen vom Gute, uns dorthin abzuholen. Der Pfarrer bringt fast jeden Sonntag dort zu und Dtto mit ihm. Als mein Reisegepäck auf den Wagen gelegt ward, sagte mein freundlicher Wirth: „Wie sehr danke ich Ihnen die Zeit, welche Sie uns geschenkt haben; durch Sie habe ich nach langer Zeit wieder erfahren, wie fröhlich es bei einfacher Häuslichkeit zugehen kann. Gott segne Ihren Weg." Ich mußte mich abwenden, denn ich weinte und konnte ihm nur die Hand geben, nicht sprechen. Eine Erinnerung an Flohr trat vor meine Seele; solch ein treuer Hirte wird er auch einmal sein, und wenn ich bei ihm einträte, würde er auch sagen: „Gott segne Ihren Weg."
Lorchen führte mich sogleich auf ihr allerliebstes Zimmer. Zuerst betrachtete ich mir Alles, denn aus Zusammenstellung und Anordnung tritt mehr oder minder der Mensch hervor, und dann nannten mir uns Du, und spra-
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