als ich dankend zu erkennen vermag. O, liebste Adelbeid, sage Du mir auch, daß ich dankbar sein muß, sage es mir in jedem Deiner Briefe, damit ich nicht, jugendlich über­müthig, das beste Glück hinnehme, als müsse es so sein. Lärchen hat eine eigenthümlich klare Weise, Alles darzu­stellen: ich sah die Menschen vor mir, welche sie schilderte, und theilte Freude und Leid mit ihr.

Lorchen und ich betrachteten die ganze kurze Zeit un­seres Beisammenseins wie ein liebliches Geschenk. Otto kam an jedem Tage zweimal, und sobald er da war, wur­den Possen getrieben. Am Montag Abend holten wir einige junge Mädchen herzu und spielten das Spiel, wo ein Teller im Kreise rollt und Derjenige ihn auffangen muß, der dazu aufgerufen wird. Otto nannte mich jedes Mal im allerletzten Augenblick, aber Tremmelhammer, denn das war mein Name, machte alle seine Bestrebungen zu Schan­den durch fabelhafte Geschwindigkeit. Wie Schade, daß Marie nicht dabei war! Wir spielten später auch Plump­sack, und wie gern hätte ich sie mit dieser Waffe verfolgt! Meine kleine gute Marie, wie lieb habe ich sie und Euch Alle!

Am letzten Abend begleiteten Lorchen und ich Otto in das Pfarrhaus zurück. Noch einmal ging ich durch alle Räume, Abschied nehmend für immer; wenn ich einmal eine alte Ruine bin. dann ist dies Haus das vielleicht auch. Noch einmal hatte ich eine Unterredung über Otto, und wie

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