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mich feilhalten, als das Erste und Beste, und hilf mir dazu mit Deiner Barmherzigkeit."

Jetzt erst fühlte ich mich frei und wohl, jetzt erst er- schiev mir mein Streben und Wollen gesegnet. Ich weiß es nun ganz fest, mit Gott will ich beginnen, mit Gott weiter gehen, ohne Eitelkeit und innere Ueberhebung. In­dem ich mir für meinen einstigen Beruf aneigne, was jedes Mädchen wissen müßte und sollte, erfülle ich eine ganz ein­fache, schon durch Rechtlichkeit gebotene Pflicht, und indem ich mich vor Gott demüthige, erlange ich die Hoffnung auf seine gnadenvolle Hülfe. So will ich weiter gehen, Lorchen. Am nächsten Tage, als mein Vater sich einen Augenblick mit mir allein befand, gab er mir freundlich die Hand. Sein Blick, sein Händedruck sagten mir Alles. Ich mußte aufseufzen vor innerer Erregung:Vater, ist es auch recht, daß die Mutter nichts erfährt, ist es auch kindlich? Aber, ach, ich möchte so gern still meinen Weg gehen und nicht darüber reden." Mein Vater schwieg einen Augenblick und sagte ernst:Ich will Deiner Mutter Alles sagen; sie wird Dich gewähren lassen, ein Jahr ist eine lange Zeit. Bist Du noch entschlossen, nicht Abschied zu nehmen?"Ja." Gut, ich glaube auch, es ist besser so." Damit war Al­les abgethan, aber inein Herz, mein schwaches Herz blutete; das sage ich Dir.

Jetzt bin ich in vollem Gange und ganz standhaft, aber