Ich warf mich neben meiner ÜHutter nieder, wir schluchzten Beide, da trat mein Bater ein, und wir erhoben uns still und gefaßt. Er umarmte mich, liebevoller noch als ehedem, legte einen Geldbeutel in meine Hand und flüsterte:Für Deine Armen." Ich glaubte, er wollte meine Mutter beruhigen, denn er hieß mich gehen, weil er mit ihr zu sprechen habe.

Fast schwankend erreichte ich mein Zimmer, sank an einem Sessel nieder, und wiederholte wieder und wieder: Was. o was habe ich von meiner Jugend gehabt!" Meine Thränen strömten, aber ich warb stiller und stiller, es war mir, als ob ein Engel sie mir abtrockene. Ruhig, voll Reue, sagte ich laut:Das habe ich von meiner Jugend gehabt, daß Du, mein Herr und mein Gott, mich mit unverdienter Gnade überschüttet hast, daß ich mich vor Dir habe demüthigen lernen und Dich preisen werde mein Lebelang."

Wie ein lang ersehnter Regen plötzlich verwelkende Blüthen und Blätter überschwemmt und ihnen Frische und Kraft zurückgiebt, so überflutheten mich in überraschender Weise Gedanken voll Dank und Freudigkeit. O, ich weiß es jetzt, meine Jugend war bis hierher wunderbar reich! Ich habe die Liebe, die nachsichtige Liebe der besten Men­schen gehabt, meine Kindheit war eine glückliche, meine Er­ziehung sorgfältig, ich habe ein fröhliches Herz, Sinn für

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