und manche Freude gehabt, das werde ich niemals vergessen.
Auguste von Roschau ist noch unversagt; sie schrieb mir kürzlich in ihrer herzlichen, ungestümen Weise: „Mein Bruder lebt so hin wie viele Menschen, anscheinend heiter und sehr beschäftigt, aber das kann ich Dir sagen, sein Herz ist *"
noch unbefriedigt, das konntest nur Du ausfüllen. Er konnte Dir Alles bieten, was ein junger Mann einem Mädchen nur anbieten kann, aber Dir genügte es doch nicht; was Dich von ihm und Deinem Glücke trennte, war doch nichts als einfältiges Vorurtheil. Wenn Du den Einen nicht wolltest, hättest Du wenigstens den Anderen nehmen sollen.
Ich kann auch keine Schwägerin lieben, wie ich Dich geliebt haben würde. Hättest Du damals nachgegeben, hättest Du jetzt keinen Anlaß zu trauern."
Auguste bedenkt nicht, daß sie vielleicht auch von mir hätte sagen müssen: „Eleonore lebt so hin, anscheinend heiter, aber ihr Herz ist unbefriedigt."
O meine liebste, verehrte Mama, säße ich nur an jedem Tage eine Stunde an Ihrem Schreibtische rechnend und schreibend, da? wäre doch eine kleine Hülfe. Sähe ich einmal an jedem Tage in Ihr Antlitz voll Würde und Ernst, welch' große Hülfe wäre das für mich! Daß der gute Herr von Roden meiner gedenkt, wie danke ich es ihm! Ein Mal, ja ein Mal noch im Leben möchte ich an seiner Brust ruhen und weinen wie damals, als ich Abschied nahm:
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