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lieb gehabt, und das ist geblieben und wird immer bleiben. AIS Du mit Deinen Eltern nach Süddeutschland zogst, fiel mir nicht ein, daß Du eine Andere werden könntest, und doch hat das leichtere, fröhlichere Leben dort Einfluß auf Dich geübt; wie heiter sind Deine Briefe, wie viel leichter, aber auch stürmischer fassest Du Alles jetzt auf! Gut nur, daß die HerzenStreue geblieben ist, mit der Du mich wieder und wieder aufsuchst, Du liebe Marie, und ich Dir recht bin, wie ich bin. In dieser Zeit mußte ich besonders an Dich denken. Eine junge Dame aus Nassau, aus guter Familie, war in der Nachbarschaft mit ihrer Mutter zum Besuch. Meine Eltern gaben den Leuten ein Tanzfest, und dazu kamen sie hierher. Das junge Mädchen zählt kaum sechszehn Jahre und ist in der vollen Blüthe der Schönheit und Jugend. Sie tanzte fröhlich mit und erklärte gleich zu Anfang, daß sie mit dem Schafhirten tanzen wolle, der ziemlich alt und ein Krüppel ist. Man hielt das für Scherz, aber in einem Augenblick, wo ich eben abwesend war, hat sie ihn aus dem Haufen der Zuschauer hervorgeholt und einige Mal mit ihm herumgetanzt. Als sie es mir erzählte, sagte ich: „Aber daß Er es that!" — „Er? Nu',-ich faßt'n am Kragen."
Ob Du das auch gethan hättest, das sage mir doch. Sie war fröhlich wie ein unschuldiges, lustiges Kind. Mein
Brief wird zum Buch werden, ich hab' Dir so viel zu sagen
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