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derhübsch! Seitdem hat sie mir zweimal geschrieben; zuerst einen Brief, ganz wie sie ist, liebenswürdig, aber voll Muthwillen, dann bekam ich einen ernsteren Brief voll halb verständlicher Hindeutungen. Sie schrieb von einem Freunde, den sie, wäre ihr Mann nicht, den ersten unter den Men­schen nennen würde. Er sei Landpfarrer geworden und deshalb schon dadurch ein glücklicher Mensch. Jetzt fehle ihm eine Pfarrfrau, und sie habe gedacht, es sei menschen­freundlich, ihm das Suchen darnach ein wenig zu erleich­tern, und habe deshalb durch ein Fernrohr ausgeschaut in die weite Welt, über viele junge Gestalten hinweg, in ein Winkelchen der großen Erde hinein, aus dem zwei Korn» blumenaugen hervorsähen. Das Alles halb ernst, halb scherzhaft durcheinander geworfen. Zuletzt folgte eine lange Betrachtung über die Frau eines Predigers. Für diesen Beruf halte man Jede passend, die gesund und frisch sei und den Haushalt verstehe, aber das sei lange nicht aus­reichend. Ein rechter Prediger, ein rechter Apostel des Herrn sein, das sei nicht leicht, aber eben so schwer sei die Ausgabe, in rechter Weise die Frau eines solchen Mannes zu sein.

Einem Landgeistlichen läge die Versuchung nahe, sich geistig und körperlich zu vernachlässigen. Unter Leuten le­bend, die ihn geistig fast nie ganz verständen und begriffen, unter Leuten, deren Arbeit etwas äußere Vernachlässigung,