die Prinzessin Mathilde ihr Vermählungsfest. Sie wurde in dem Lande, das ihr Gemahl regierte, bald verehrt und fast angebetet; denn sie verbreitete Frohsinn und Wohlsein um sich. Bei ihr galt im vollen Sinne der Worte, was der Dichter Gleim sagt: „Man zieht gemeiniglich doch eine schone Seele dem schönsten Körper vor."
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ihr Prachtaufwand am (v,ibc auch lästig wurde, und den sie weder durch Bildung des Verstandes, »och durch Güte des Charakters für sich zu gewinnen wußte, wurde ihrer am Ende überdrüßig; sie wollte ihn durch ein gleichgültiges und schmollendes Benehmen bestrafen, erbitterte ihn aber dadurch so sehr gegen sich, daß er sie mit der größten Kälte und am Ende mit Verachtung behandelte. Von nun an war ihr ganzes Glück dahin. Jederman am Hofe wußte, daß die Fürstin von ihrem Gemahle gehaßt werde, und vermied ihren Umgang; sie sah sich bald fast ganz verlassen, und wollte darüber verzweifeln. Sie hatte noch nicht das dreißigste Jahr erreicht, als sie ihr Leben endigte. glicht ohne Grund vermuthete ihr Arzt, daß ein heimlicher- Gram zu ihrem Tode das meiste beigetragen habe. Der Fürst fühlte ihren Verlust nicht, und das Land weinte keine Thräne um sie.
Am a li e heirathete einen liebenswürdigen Grafen, der sich durch Kenntnisse und einen festen, gediegenen Character ihre Achtung und Liebe erworben hatte. Er machte sie, sie ihn glücklich. Sie lebten ein frohes, schönes Leben. Fast zu gleicher Zeit, als Am alte, feierte auch

