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sich, wie sie selbst sagte, scheute» einen mit Blattern be­deckten Menschen zu sehen. Jetzt, da sie sah, daß Am alle ihr schönes Gesicht verloren, und Narben davon getragen habe, zog sie sich immer mehr von ihr zurück, und diese schloß sich nunmehr an Mathilde an; beide wurden die vertrautesten Frellndinnen, und übten sich in allem Guten.

Am alle wurde das beste, edelste Mädchen, was sie schwerlich geworden wäre, wenn nicht Leiden und der Verlust ihrer Schönheit sie niedergebeugt hätten. Ihr ganzer Charakter wurde sanfter und erhielt eine religiöse Richtung. Rein und innig waren die Freuden, die für sie aus ihrer Frömmigkeit hervorgingen; sie fühlte sich oft überaus glücklich. So weiß der, der Alles leitet, auch das, was uns Anfangs böse und traurig scheint, zu un­serm Besten und zum Besten des Guten zu lenken, und durch harte Prüfungen unsre Veredlung zu beförden und unsre Tugend zu läutern. Die Gräsin von Hohenburg fand sich durch die Herzensgüte ihrer Tochter für das, was diese verloren hatte, hinlänglich entschädigt, und dachte oft an die Worte des Hofpredigcrs.

Die Prinzessin Therese helrathete einen der klei­nern Fürsten Deutschlands, und fand an seinem Hose viele Anbeter, von denen sie mit Schmeicheleien über­häuft wurde. Ihre Prachtliebe war groß, und der Auf­wand, den sie machte, drückend für das Land, welches ihr daher auch nicht zugethan war. In einer Krankheit verlor sie vieles von ihrer Schönheit, und dadurch auch viele von ihren Anbetern. Ihr fürstlicher Gemahl, dem