entdeckte.
Es waren bereits einige Monate verflossen, daß Julie ihre geliebte Mutter verloren hatte. Der Schmer; über ihren Verlust löste sich nach und nach in stille Wehmuth und diese in eine milde Heiterkeit auf. Julie fing an, von neuem aufzuleben, und an den Freuden der Welt Theil zu nehmen. Der Vater bemerkte dieß nicht ohne Vergnügen, denn er hatte nicht ohne Grund befürchtet, Juliens Kummer über der Mutter Tod konnte nachthcilige Folgen für ihre Gesundheit nach sich ziehen. Er war daher auch wohl zufrieden, daß Julie die Ein-
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einen Theil des Monumentes bedeckte. An dem Fußgestelle desselben waren in einer Marmortafel die Worte eingegraben:
Hier ruhet
von den Mühen und Leiden des Lebens eine treue Gattin, eine zärtliche Mutter, eine redliche Freundin, eine wahre Verehrerin Iesu,
SOFHIE VON WALLSTEIN.
Einige Tage nach der Errichtung des schönen Denkmals fand man nach der Zeile „Eine wahre Verehrerin Iesu" die Worte: „Eine Wohlthäterin der Armuth; eine Trösterin der Leidenden " eingegraben. Ihr edler Gatte wurde zu Thränen gerührt, als er diese Worte las, und darin einen deutlichen Beweis dankbarer Anhänglichkeit an die Verewigte von Seiten der Armuth

