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einer menschlichen Wohnung ähnlich geworden ist. Da­für aber haben sie ein sauberes Besuchzimmer, einen präch­tigen Speisesaal, und noch für die Frau Gemahlin eine schöne Putzstube. Sie bekommen selten Besuch; nur Ein Mal im Jahre werden Gäste im Speisesaal bewirthet; noch seltner hat die Frau Amtmännin Gelegenheit, eine gute Freundin in ihre Putzstube zu führen, und dennoch wohnen sie dreihundert fünf und fünf­zig Tage im Jahre so armselig, wie der geringste Bauer in ihrem Dorfe, um zehn Tage mit ihren nicht bewohn­ten Zimmer gegen Freunde und Gäste zu prunken. Das nenne ich doch für Andere leben! Und so wie ihre Zimmer, so haben sie auch ihr gutes Hausgeräthe nicht für sich, sondern für Andere. Die Frau Amtmännin hat das schönste Tafelservis im größten Ueberflusse; aber der Herr Gemahl muß aus groben irdenen Schüsseln speisen, und auf schmutzigem Tischzeuge. Nein, das heißt die Gastfreundschaft ein wenig zu weit getrieben! Willkommen ist uns der Gast, der freundschaftlich mit uns genießen will; meine Lotte giebt gern, was das Haus vermag; aber sie vernachläßigt um des Gastes willen ihren Mann nicht; sie weiß, daß ihr Mann eben so gern in einem reinlichen Zimmer wohnt, und aus saubern Gefäßen ißt und trinkt, als irgend einer ihrer Gäste.

Und Reinlichkeit im Anzüge ohne Putz­sucht! Wahrlich, könnte ich einen Ehe - Katechismus für junge Weiber schreiben, und so schreiben, daß er gelesen

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